
Antinori
Das, was der Barone Ricasoli für den Chianti des 19. und 20. Jahrhunderts war, könnte der Marchese Piero Antinori vielleicht für den Chianti des 21. Jahrhundert werden: derjenige, der das Rezept entwickelt hat. Zusammen mit seinem Kellermeister Giacomo Tachis sorgte er dafür, dass das alte Florentiner Unternehmen zum Pionier für eine moderne Auffassung von Chianti, die Weinbereitung nach Bordeaux-Art und den Ausbaus in Barriques wurde. Damit legte er den Grundstein für einige als "Supertoskaner" bekannt gewordene Weine, wie den Sangiovese-Cabernet-Verschnitt "Tignanello" und war Auslöser für die toskanische Revolution in den 1980-er Jahren. Heutzutage sind Umbrien und die Toskana die wichtigsten Anbaugebiete für Antinori. Auf etwa 1.400 Hektar Rebfläche wachsen die Trauben für Weine von bester Qualität: Regionen wie Chianti Classico, Montalcino, Bolgheri oder Orvieto sind mittlerweile für ihren Wein bekannt, aber auch die südlichen Maremmen und Sovana sind von immer größerem Interesse. Was die Zukunft anbelangt, hat Antinori folgendes zu bemerken: " In unserer Bibliothek findet man viele Titel, doch reicht uns das nicht. Wir haben eine Mission, die noch nicht ganz erfüllt ist. Sie treibt uns dazu das enorme Potential unserer Weinberge voll auszuschöpfen und das Neue, was es noch zu entdecken gilt, mit dem uns eigenen toskanischen Geschmack zu verbinden. Das Toskanische repräsentiert die Identität von Antinori und darunter verstehe ich Tradition, Kultur, Landwirtschaft, Kunst und Literatur."
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